Himmelslaternen kaufen




Die bei uns immer beliebter werdenden Himmelslaternen gehören zu den ganz wenigen Dingen, deren Bauweise und Materialien über Jahrtausende absolut gleich geblieben sind und sich trotzdem gerade heute allergrößter Beliebtheit erfreuen dürfen. Lediglich in der Form gibt es mittlerweile einige Neuentwicklungen. Himmelslaternen bestehen wie vor 2000 Jahren immer noch aus Reispapier und Bambusstäben und haben sich in ihrer Funktionsweise kein Bisschen verändert. Ohne den Zusatz oder die Einbindung von irgendwelchen chemischen Stoffen, sorgt alleine die heiße Luft einer brennenden Stelle dafür, dass die Himmelslaterne aufsteigt. Die ganz klassische Himmelslaterne ist rund oder eckig, oben geschlossen und besteht aus einem unbemalten hellen Reispapier. Durch das entzündete Feuer im Inneren leuchten die Himmelslaternen durch die unscheinbare Grundform umso heller und bieten ein tolles Bild, eines gold-gelben Leuchtkörpers, der in die tiefschwarze Nacht fliegt. Während früher die Form und Farbe immer gleich war, nämlich eben jenem weiß-grauen Ballon entsprochen hatte, sind heutzutage aber auch viele weitere Arten bekannt. Ob passend zum Valentinstag als rotes Herz getarnt oder sogar als großes Fabelwesen, wie es bei Paraden und Festen gerne in den Himmel entlassen wird, die verschiedensten Möglichkeiten sind gegeben. An asiatischen Feiertagen werden so beispielsweise immer häufiger bunte Drachen als Himmelslaternen in die Nacht geschickt, die den Eindruck erwecken, ein richtiges Tier schwebt über den Menschen. Trotz aller Kreativität sollte immer darauf geachtet werden, dass die Himmelslaternen auch wirklich über eine gute Flugfähigkeit verfügen und durch eine umständliche Konstruktion oder ein zu schweres Material nicht an einem ungestörten Flug gehindert werden. Wer also wirklich sicher sein will, dass seine Himmelslaterne auch tatsächlich weit nach oben fliegt und Höhen bis zu 500 Meter erreichen kann, der sollte zu den herkömmlichen und einfach gebauten Himmelslaternen greifen. Denn nur diese Himmelslaternen sind so konstruiert, dass sie bei nahezu allen thermischen Verhältnissen gut und hoch fliegen können, ohne ungewollten Zwischenfällen beim Flug zum Opfer zu fallen.

Himmelslaternen steigen zum Himmel auf.

Wie baue ich mir selbst eine Himmelslaterne?

Himmelslaternen sind günstig und sehen professionell gefertigt natürlich unheimlich schön und stilvoll aus. Dennoch hat der Mensch seit jeher den natürlichen Trieb, alles nachbauen zu wollen, was ihm auf den ersten Blick einfach hergestellt erscheint. Himmelslaternen sind in der Tat augenscheinlich recht einfach konstruiert, nur sollte man nicht vergessen, dass diese vor rund 2000 Jahren erfunden wurden und damals eine lange Zeit der Entwicklung zur Funktionalität beitrug. Der Nachbau ist möglich, aber nicht ganz einfach. Man braucht in jedem Fall ein sehr leichtes Reispapier (im Bastelladen als Chinapapier erhältlich) und ebenso leichte Bambusstäbe. Wichtig ist, dass man nicht zu wenig Papier besorgt, denn umso größer die Laterne am Ende ist, desto besser ist dann auch das Verhältnis von Gewicht zu Volumen der heißen Luft im Inneren der Laterne. Zudem wird Draht, Kerzenwachs und ein Baumwolltuch benötigt. Als erstes schneidet man das Reispapier zu einer Höhe von einem Meter (je nach gewünschter Größe) und einer immer exakten Breite von 141 Zentimetern zu. Auf der Unterseite der kürzeren Seite wird ein Rand von einem Zentimeter markiert, an der Oberseite werden 35 Zentimeter abgemessen und eine Zickzacklinie eingezeichnet, damit vier nach oben zeigende Dreiecke entstehen, die später zu einem Pyramidendach werden. Diese Umrisse dieses Daches werden ausgeschnitten, bis eine gezackte Oberseite zu sehen ist. Im Anschluss werden die Bambusrohre so eingeklebt, dass ein Skelett einsteht, welches die Laterne von innen stützt. Es wird nun drum herum gefaltet und geklebt, bis eine oben geschlossene Laternenform erkennbar ist. Als Brennmaterial kann ein in Wachs getränktes Baumwolltuch benutzt werden. Hierfür sollte ein 20 x 30 Zentimeter großes Baumwolltuch genommen und vier Mal gefaltet werden. Das Tuch muss nun in flüssiges Wachs getaucht werden, so simuliert man einen überdimensionalen Docht, der dann mit zwei Drähten am Boden der Laterne befestigt werden, damit ein aufrechtes Brennen ermöglicht wird. Wenn die Konstruktion fertig ist, dann sollten zwei Personen die Laterne unter freiem Himmel halten und eine dritte Person den Wachsdocht anzünden. Wenn dieser brennt, wird die heiße Luft nach oben gedrückt und die Himmelslaterne fliegt davon. Sollte das nicht funktionieren, sollte man sich vielleicht doch lieber für eine professionell gefertigte Himmelslaterne entscheiden – die macht weniger Arbeit und fliegt auf jeden Fall.

Himmelslaternen aus der Nähe.

Wo sind Himmelslaternen verboten?

Genauso schön und unvergesslich, wie ein Flug einer Himmelslaternen auch sein mag, es gab und gibt schon immer Kritiker der Himmelslaternen, die eine Gefährdung des Luftverkehrs durch die Nutzung der Leuchtkörper befürchten. Die Rechtslage ist in Deutschland dabei ganz unterschiedlich. Es gibt zwar kein generelles Verbot, die Himmelslaternen in die Luft steigen zu lassen, jedoch sind einzelne Bundesländer etwas strikter in ihren Auflagen und haben ihre ganz eigene Stellung. In Baden-Württemberg ist eine Genehmigung durch die Luftfahrtbehörde erforderlich, welche in der Regel aber besonders in diesem Bundesland selten erteilt wird. In Bayern ist die Benutzung der Himmelslaternen durch § 19 der VVB (Verordnung über die Verhütung von Bränden) sogar komplett untersagt. Es besteht aber die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung, wenn die Haftungsfrage vorher eindeutig geklärt und versichert wird. In Nordrhein-Westfalen sind die Himmelslaternen zumindest in den Regierungsbezirken der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie der Stadt Köln per Verordnung ebenfalls komplett verboten. In Mecklenburg-Vorpommern müsste eine solche Erlaubnis wie in Baden-Württemberg ebenfalls bei der Luftfahrtbehörde eingeholt werden. Diese Erlaubnis wird aber hier generell nicht erteilt. Zudem muss generell ein Antrag an die Deutsche Flugsicherung gestellt werden, in welchem formlos um die Freigabe des Aufstiegs gebeten wird. Generell lohnt es sich, bei der zuständigen Luftfahrtbehörde sowie der Deutschen Flugsicherung einmal nachzuhaken, wie denn die Lage in diesem Zusammenhang ganz aktuell ist. Gerade bei solchen Themen ändern sich die Gesetzgebungen häufig sehr schnell von Land zu Land, weshalb die Einholung einer verlässlichen Information unumgänglich ist. Erste Informationen kann einem auch die örtliche Polizeidienststelle geben, die in den meisten Fällen ebenfalls recht gut informiert ist, was erlaubt ist und was nicht. Da die Flugdauer nur rund zehn Minuten beträgt und eine benachrichtigte Behörde in der Regel viel länger braucht, um am Flugort zu erscheinen, lassen immer mehr Menschen ihre Himmelslaternen ohne Genehmigung in die Luft steigen. Davon ist aber abzuraten, weil das strafrechtliche Folgen wie Anzeigen oder Bußgelder nach sich ziehen kann.


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